Lars Reineke

Mittwoch, 22. März 2023

Das Wochenende war gut gefüllt mit Ereignissen, aber ich komme jetzt erst dazu, davon zu berichten.

Am Freitag war Markus bei uns in Hameln zu Gast, weil wir am nächsten Tag mit unserem gemeinsamen Freund G. nach Berlin fahren wollten, um uns "Russian Circles" - eine Post-Metal-Band aus Chicago - anzusehen.

So haben wir mit ein paar anderen Freunden am Freitagabend bei uns zu Hause gesessen, Fingerfood in uns hineingeschaufelt und uns auf die bevorstehende Reise gefreut.


Am Samstag ging's dann planmäßig los, und die Exkursion verlief rundherum wie am Schnürchen. Alle Züge waren pünktlich genug, und ich war wieder mal angetan davon, wie komfortabel man per ICE von Hannover nach Berlin reisen kann.

In einer guten Stunde waren wir in Spandau, und weil unser Hotel in Neukölln lag, legten wir den weiteren Weg komplett unterirdisch mit der U7 zurück. Dort (oder besser: darin) wiederum war ich Landei wie so oft von der Armut erschüttert, die einem in dieser Form wohl nur in Großstädten begegnet.

Vor dem Konzertbesuch saßen wir bei angenehmen Temperaturen draußen im Restaurant "Hasenheide" und lauschten dem hupenden Verkehr.


Das Konzert von Russian Circles war - man kann das nicht anders sagen - umwerfend.

Ich habe die schon zwei Mal gesehen, einmal in Hannover, einmal in Bielefeld, und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Jedes Mal bin ich begeistert, wie Bassist und Gitarrist in manchen Passagen einen Klangteppich erzeugen und so dem Schlagzeuger ermöglichen, dem ganzen Stück Struktur zu geben.

Wer sich darunter nichts vorstellen kann, hier ist ein Beispiel aus Kopenhagen, nur einen Tag vor dem Konzert in Berlin aufgenommen:

https://youtu.be/6QvCsRrSFT0
"Afrika" (live) von Russian Circles

Auch Markus war ziemlich hingerissen, G. nicht ganz so sehr, aber der kannte die Stücke nach eigenen Angaben nicht so detailliert wie wir, und da kein Gesang dabei war, fehlte ihm etwas die Orientierung.

Ein Russian-Circles-Konzert ist - so habe ich das dann auch am nächsten Tag geäußert - ein wenig wie ein Klassikkonzert, bei dem man in aller Regel die Stücke bereits kennt und sich darüber freut, wie virtuos die Musiker diese interpretieren.

Ich für meinen Teil liebe diese Band und habe mich folgerichtig vor Ort noch mit Merchandise eingedeckt.


Die Rückfahrt war relativ ereignislos, wir verabschiedeten uns in Hannover von Markus, der direkt bis Duisburg weiterfuhr, und ich war abends einfach nur platt und müde.

Weil es aber zu früh war, um ins Bett zu gehen, habe ich mir zum wiederholten Mal den Film "Fury - Herz aus Stahl" angesehen, bei dem es um eine US-Panzerbesatzung im 2. Weltkrieg geht, und in dem Brad Pitt die Hauptrolle spielt.

Nach etwa 20 Minuten ist eine Szene zu sehen, in der eine Einsatzbesprechung stattfindet. Während dieser wird eine Landkarte eingeblendet und davon gesprochen, dass eine Stadt eingenommen werden soll.

Beim ersten Mal schauen ist mir das gar nicht aufgefallen, aber die Beschriftung der "Stadt" ist "Kirchohsen", was wiederum der Name eines Dorfes hier im Landkreis ist.

Daher habe ich mir diese eingeblendete Karte mal genauer angesehen. Stellt sich raus: Weitere Orte sind "Tündern" und "Hastenbeck". Und die wiederum sind alles Ortsteile von Hameln.

Der ganze Film spielt also direkt vor meiner Haustür. :-o

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ActivityPub

Ich habe das ActivityPub-Plugin aktiviert, nun sollte man diesem Blog auch im Fediverse (z.B. auf Mastodon) folgen können.

Kopiert dazu

@reineke@stage.larsreineke.de

in das Suchfeld, sobald Ihr mit Eurem Mastodon-Account angemeldet seid.

Das sollte wie ein ganz normales Mastodon-Profil aussehen. Folgen, fertig.

Wenn man dann auf Mastodon auf die jeweiligen Posts antwortet, erscheinen diese als Kommentar unter dem Artikel. In Zukunft wird das aber automatisch jedes Mal darunter als Hinweis erscheinen.

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Montag, 13. März 2023

Wenn mich jemand darauf hinweist, dass dieses ganze Carbon-Footprint-Ding ja nur ein PR-Stunt von BP war, denke ich mir immer direkt, ob er vielleicht gerade vor sich zu rechtfertigen versucht, dass er schon zum dritten Mal in dieser Woche die 1,5 Kilometer in die Stadt mit dem Auto gefahren ist.


In der Bäckerei unseres Vertrauens hat vor ein paar Wochen eine neue Verkäuferin angefangen, die so sagenhaft langsam ist, dass man in der Zeit, in der sie ein geschnittenes Brot einpackt, zusehen kann, wie ihre Kollegin drei andere Kunden bedient und abkassiert.

Klar, wir haben alle mal in unserem Job angefangen, und dass man bestimmte Fachfragen auch nach ein paar Tagen noch nicht sicher beantworten kann, sehe ich ja ein.

Aber wie kann man denn ein und dieselbe Tätigkeit tagelang ausüben und dann immer noch so verkrampft unbeholfen sein, als müsste man gerade eine Bombe entschärfen?

Mittlerweile bin ich sogar schneller, und ich habe erst drei- oder viermal bei Lidl selbst geschnittenes Brot eingetütet.

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Kleine nervige Helferlein

Eines der ersten Dinge, die ich in aller Regel frühzeitig bei jeglicher Art von Software ausschalte, ist die Rechtschreib- und Grammatikprüfung.

Beruflich schreibe ich häufig Texte mit vielen Eigennamen und Abkürzungen, und ich habe meist keine Lust, diese alle dem jeweiligen System beizubringen. Außerdem verlasse ich mich auf meine geheime Superkraft, in jeglichem Text zielsicher den einen Rechtschreibfehler auf Anhieb zu sehen.

Leider versagt diese Superkraft manchmal bei meinen eigenen Texten. Da liest man ein Dutzend Mal drüber, geht Satz für Satz durch, aber dieses eine "und", das noch stehengeblieben ist, weil man an einer Stelle die Formulierung umgestellt hat, das überliest man immer.

Nun ist mir kürzlich "LanguageTool" begegnet, da man die Serversoftware auch in die eigene Cloudron-Installation einbinden kann, was den Vorteil hat, dass man seine Texte nicht irgendeinem Dienstleister übermittelt, sondern nur zu einer selbstverwalteten Instanz. In dieser Konfiguration ist LanguageTool aber auf seine Grundfunktionen, nämlich Rechtschreibung und Grammatik, beschränkt. In der Vollversion hingegen kann LanguageTool auch eine Stilprüfung des geschriebenen Textes durchführen.

Dafür hätte ich durchaus Bedarf, denn bei mir kommt es häufiger vor, dass ich Füllwörter wie "ja", "mal" oder "auch" verwende, außerdem neige ich zu Wortwiederholungen.

Also habe ich mir einen Vollzugang zugelegt, der allerdings sehr teuer ist. Bei monatlicher Zahlungsweise liegt dieser z.Zt. bei knapp 25 Euro. Zahlt man ein Jahr im Voraus, sind knapp 80 Euro fällig.

Letzten Endes war ich aber mit den Ergebnissen von LanguageTool nicht sonderlich zufrieden, wobei man der Software selbst gar nicht die Alleinschuld zuschreiben kann. Denn vor allem die Entdeckung von Wortwiederholungen scheiterte am Gutenberg-Editor von Wordpress, der jeden Block als einzelnes Textfeld darstellt, welches dann eben auch nur von LanguageTool analysiert werden kann. Wiederholungen, die sich über mehrere Absätze erstrecken, wurden so nicht erkannt.

Glücklicherweise hat LanguageTool eine sehr kulante Geld-Zurück-Politik, so dass ich das Abo ohne weitere Fragen vorzeitig beenden konnte.

Einen ähnliche Funktionsumfang bietet der "Duden Mentor", welches ebenfalls als Browser-Erweiterung eingebunden werden kann. Hier liegt der Monatspreis für die Premium-Variante bei 9,95 Euro, das kann man schon mal ausprobieren.

Aber auch hier lagen die gleichen durch Wordpress hervorgerufenen Beschränkungen vor, also habe ich dieses Abonnement ebenfalls wieder gekündigt.

Genervt hat mich bei letzterem, dass die Korrekturfunktion im Hintergrund immer mitlief und dann schon mitten im Satz das letzte geschriebene Wort unterstrichen hat, weil der Satz augenscheinlich nicht vollständig war. Natürlich nicht, ich schreibe ihn ja auch gerade.

An so etwas wie ein schnelles Aus- und Einschalten per Shortcut scheinen beide Hersteller nicht gedacht zu haben, wobei LanguageTool immerhin die Möglichkeit bot, den gesamten Text zu markieren und per Tastenkombination auf einer gesonderten Webseite zu analysieren. Das fühlt sich für mich aber immer noch wie ein Bruch im Workflow an.

Lässt man die Korrektur eingeschaltet, hat man beim Schreiben mit diesen Plugins immer das Gefühl, dass einem jemand über die Schulter guckt, der dann zwischendurch "FALSCH!" schreit, obwohl er noch gar nicht weiß, wie der Satz zu Ende gehen wird.

Die beste Stilprüfung hat nach meiner Erfahrung die Textverarbeitung "Papyrus Autor", die auf dem Modul "Duden Korrektor" basiert. Das kann man wohl auch immer noch einzeln kaufen (als Erweiterung zu Microsoft Office), aber da fehlt mir dann wiederum die Einbindung in den Browser - wer will schon Blogartikel mit Microsoft Word schreiben?

Das Ende vom Lied: Ich habe alles wieder deinstalliert und verlasse mich auf mein eigenes Sprachgefühl. Dann ist zwar vielleicht hier und da ein Fehler drin, aber dann ist das eben so.

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Barockkonzert

Gestern haben wir ein klassisches Konzert besucht, richtiger gesagt: ein Barockkonzert.

Dass ich mir Konzerte dieser Musikrichtung anschaue, kommt seltener vor. Aber gestern trat ein Meister der Blockflöte auf, und da meine Tochter ebenfalls Altblockflöte spielt, wollte ich ihr mal die Gelegenheit geben, sich anzuschauen und zu -hören, was man auf diesem Instrument alles machen kann.

Das war schon durchaus beeindruckend, leider hatte ich vorher bereits ziemlich starke Kopfschmerzen, und da sind zwei Stunden Blockflöte vielleicht nicht die allerbeste Wahl. Aber meiner Tochter hat's gefallen, und das war ja die Hauptsache.

Erschreckend war allerdings die Altersstruktur der Besucher*innen.

Meine Tochter war das einzige Kind im gesamten Publikum. Dann kam erst einmal eine ganze Weile gar nichts. Die Nächstälteren waren etwa 5–6 Personen unter 30 Jahren, dann kam wieder eine Weile nichts und dann unsere Altersgruppe mit vielleicht 10–15 Personen, und alle anderen waren älter als 60 oder weit darüber hinaus.

Ich weiß ja nicht, wie es in anderen Städten so aussieht, aber ich sag's mal so: Wenn die Veranstalter klassischer Konzerte nicht noch irgendwie die Kurve kriegen, dann stirbt denen bald 80 % Prozent des Publikums weg.

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Dienstag, 7. März 2023

Bei uns findet demnächst ein Hofflohmarkt statt, den irgendjemand im Viertel organisiert und dafür Flyer verteilt hat.

Das heißt, an einem bestimmten Tag im April ist im ganzen Wohngebiet in allen möglichen Einfahrten, Vorgärten und Hinterhöfen Flohmarkt.

Ich finde das eine sehr schöne Idee, um Leute vielleicht wieder ein wenig zusammenzubringen, die ja - wenn sie nicht gerade Kinder auf derselben Schule oder andere Gemeinsamkeiten haben - doch meist eher alle in ihren eigenen Lebenswelten unterwegs sind.

Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Menschen sonntags in die Kirche gehen, aber da ich nicht an Gott glaube und verschiedene andere Vorbehalte gegen kirchliche Organisationen aller Art habe, kommt das für mich nicht in Frage.

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ChatGPT

Ich habe jetzt auch mal mit ChatGPT herumgespielt, man kommt an dem Thema ja nicht vorbei.

Zuerst saß ich davor und dachte: Ja, und nun? Was fragt man denn da jetzt?

Nach den üblichen Aufforderungen (den sog. "prompts"), die so durchs Netz gingen, wie: "Schreibe einen Aufsatz über Thema X" und: "Beantworte diese Mail in Gedichtform", habe ich jetzt aber durchaus sinnvolle Einsatzmöglichkeiten gefunden.

"Erklär mir das"

Wenn man in irgendeinem Text viele Fachausdrücke vorfindet, kann ChatGPT eine echte Hilfe sein.

In der Wikipedia bin ich (fragt mich nicht, in welchem Rabbithole ich da war) auf folgenden Satz gestoßen: "In der Biologie, genauer der Phylogenetik und Kladistik, spricht man von einer Polytomie, wenn Taxa hinsichtlich ihrer Abstammungslinie nicht konkret in einen dichotomen Stammbaum eingegliedert werden und stattdessen mehrere Linien an einem Punkt zusammengefasst werden."

Lässt man sich das von ChatGPT erklären, (z.B. mit der Aufforderung "Erkläre in einfachen Worten diesen Satz") liefert es zurück:

"Wenn man die Abstammung von Lebewesen in einem Stammbaum darstellen möchte, dann gibt es manchmal Situationen, in denen es nicht klar ist, welche Zweige zusammengehören. In diesem Fall spricht man von einer Polytomie. Das bedeutet, dass man an einem Punkt im Stammbaum mehrere Zweige zusammenfasst, weil man nicht genau weiß, welche Zweige zusammengehören und welche nicht."

ChatGPT

Und das kapiere dann sogar ich. Ob es stimmt? Keine Ahnung. Aber so hat man zumindest erstmal einen Anhaltspunkt.

"Schreib mir eine Abfrage"

Wer jemals zum Beispiel mit LDAP-Filtern zu tun hatte, wird irgendwann die polnische Notation, bei der die Operatoren vorne stehen und lauter öffnende und schließende Klammern jegliche Übersicht zerstören, zu hassen gelernt haben.

Mit ChatGPT kann man solche Abfragen sehr einfach erzeugen lassen.

"Schreibe einen LDAP-Filter, der nur aktivierte Benutzer zurückgibt, die entweder in Gruppe A oder in Gruppe B sind."

(&(objectClass=user)(objectCategory=person)(!(userAccountControl:1.2.840.113556.1.4.803:=2))(|(memberOf=CN=Gruppe A,OU=Gruppen,DC=beispiel,DC=com)(memberOf=CN=Gruppe B,OU=Gruppen,DC=beispiel,DC=com)))

ChatGPT liefert zudem eine Erläuterung jedes Klammerinhalts und weist darauf hin, dass die Gruppennamen noch auf den eigenen Anwendungsfall angepasst werden müssen.

Das Ergebnis ist auf jeden Fall syntaktisch korrekt und funktioniert.

Der umgekehrte Weg geht übrigens auch. Füttert man ChatGPT mit dem o.a. Code und fragt, was das ist, liefert es zurück:

Dies ist ein LDAP-Filterausdruck, der verwendet wird, um nach Benutzerobjekten in einem Active Directory-Verzeichnis zu suchen, die bestimmte Kriterien erfüllen.

Der Filterausdruck sucht nach Objekten mit den folgenden Eigenschaften:

  • ObjectClass = user
  • ObjectCategory = person
  • userAccountControl nicht gleich 2 (was bedeutet, dass das Benutzerkonto aktiv ist)
  • Mitglied der Gruppe A in der OU Gruppen des beispiel.com-Domänencontrollers ODER Mitglied der Gruppe B in der OU Gruppen des beispiel.com-Domänencontrollers

Dieser Filterausdruck könnte zum Beispiel verwendet werden, um eine Liste aktiver Benutzer in einer bestimmten Gruppe in einem Active Directory-Verzeichnis abzurufen.

ChatGPT

"Interpretiere diese Tabelle"

Als Beispiel habe ich wahllos eine Tabelle vom Statistischen Bundesamt heruntergeladen, es geht um unterschiedliche Straßenlängen verschiedender Straßenarten in den einzelnen Bundesländern.

Kopiert man den Inhalt direkt aus Excel nach ChatGPT mit der Aufforderung "Interpretiere diese Tabelle", so antwortet es zunächst mit einer Beschreibung, was in dieser Tabelle zu sehen ist, nämlich:

"Die Tabelle gibt einen Überblick über die Verteilung und Länge der verschiedenen Arten von Straßen in den Bundesländern."

ChatGPT

Dann habe ich gefragt: "Gibt es da Auffälligkeiten?"

Und ChatGPT hat tatsächlich ein paar Dinge zurückgeliefert:

Ja, es gibt einige Auffälligkeiten in der Tabelle:

  1. Bayern hat mit Abstand die längste Gesamtstraßenlänge, sowohl innerorts als auch außerorts. Dies könnte aufgrund seiner geografischen Größe und Bevölkerungsdichte sein.
  2. Berlin hat verglichen mit anderen Bundesländern eine vergleichsweise geringe Straßenlänge insgesamt, was auf seine relativ kleine Größe und hohe Bevölkerungsdichte zurückzuführen sein könnte.
  3. Nordrhein-Westfalen hat die längste Gesamtstraßenlänge an Bundesstraßen und Landesstraßen, was möglicherweise auf seine hohe Bevölkerungsdichte und seine Rolle als Industriestaat zurückzuführen ist.
  4. Die ostdeutschen Bundesländer haben insgesamt eine niedrigere Straßenlänge als die westdeutschen Bundesländer, was auf die unterschiedliche Bevölkerungsdichte und die Auswirkungen der Teilung Deutschlands zurückzuführen sein könnte.

Diese Auffälligkeiten können jedoch durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie z.B. geografische Größe, Bevölkerungsdichte, Wirtschaftsstruktur und politische Entscheidungen.

ChatGPT

Zugegeben, ein paar Allgemeinplätze sind auch dabei. Aber ich finde das ganz brauchbar für einen ersten Eindruck, der sich durch weitere Fragen wie "Wo gibt es besonders viele Autobahnkilometer?" und "Wie lässt sich das erklären?" vertiefen lässt.

Fazit

Ich war zugegebenermaßen in erster Linie vom Hype genervt, den ChatGPT hervorgerufen hat, dazu kam der Umstand, dass Elon Musk seine Finger darin hat.

Aber dass es - für bestimmte Anwendungsfälle - ein nützliches Werkzeug sein kann, würde ich mittlerweile nicht mehr bestreiten. Ein interessantes Spielzeug ist es allemal.

Daher fände ich es falsch, dieses Tool komplett zu ignorieren (oder sogar zu verdammen), ebenso, wie es völlig unkritisch als die ultimative Revolution von allem hochzujubeln.

Klar, ChatGPT erzeugt immer wieder auch Fehler, und es wird auch Schüler*innen geben, die damit versuchen, ihre Hausaufgaben abzukürzen.

Aber während manche hierzulande in Panik ausbrechen, dass jetzt das gesamte Schulsystem den Bach runtergehen würde (das tut es möglicherweise auch ohne ChatGPT, aus anderen Gründen), gibt es auch Lehrkräfte, die das ganze kreativ und sinnvoll nutzen:

Eine Geschichtsprofessorin (aus dem Englischen lässt sich das Gender nicht zweifelsfrei herleiten) ließ ChatGPT Essays über verschiedene Themen schreiben, und die Student*innen mussten mittels Quellenrecherche nachweisen, wo ChatGPT fehlerhaft war. Die wiederum lernten dabei nicht nur die Fakten zum Thema, sondern auch, wie man solche Texte auf Korrektheit überprüft. (via Mastodon)

Wer sich darüberhinaus mit den ethischen Problemen, die so eine KI aufwirft, mal beschäftigen möchte, der findet bei John Oliver eine gute (und wie immer unterhaltsame) Zusammenfassung:

https://www.youtube.com/watch?v=Sqa8Zo2XWc4

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Samstag, 4. März 2023

Vor kurzem waren wir auf einem Freitagnachmittag bei einem Handwerksbetrieb, um ein Upgrade für unser Haus zu besprechen. Wir hatten keinen Termin, und es war nicht wirklich zu erkennen, ob der Laden noch geöffnet hatte, also standen wir etwas ratlos an der Straße, als plötzlich ein junger Mann herauskam und sagte: "Wir haben auf, kommt rein!"

Das anschließende Beratungsgespräch war sehr freundlich, wir tauschten WhatsApp-Kontaktdaten aus, und er schickte mir direkt noch einen Katalog per PDF aufs Smartphone.

Jetzt haben wir das Angebot von einer Mitarbeiterin erhalten, darin war angegeben, dass wir uns ggf. telefonisch bei ihm zurückmelden sollten.

Weil ich noch eine Frage hatte, habe ich mir also einen Rückruf als Todo eingetragen. Als es dann soweit war, wusste ich allerdings nicht mehr, ob wir uns siezen oder duzen. "Egal," dachte ich mir, im Zweifel kann man das ja sprachlich umgehen. (Das mache ich auf der Arbeit am Telefon auch immer so: "Jetzt bitte mal neu anmelden.")

Ich rufe also an. Es klingelt.

tuut - tuut

Es geht jemand ran.

„Hallo, grüß Dich!“

Ok, wäre das also geklärt.


Vor ein paar Wochen waren wir beim Lidl einkaufen, und die hatten da im Tiefkühlregal veganes Gyros, da dachte ich mir "Probierste mal aus" und habe es mitgenommmen.

Eines Tages habe ich das zubereitet und war sehr zufrieden, sowohl am Geschmack als auch an der Konsistenz war nichts auszusetzen. Weil wir da aber auf Diät waren, haben wir nur die Hälfte davon gebraucht, also haben wir die andere Hälfte in einen Gefrierbeutel gefüllt und zurück ins Eisfach gelegt.

Nun war ich kürzlich ein Wochenende alleine zu Hause und habe vorher ein bisschen im Supermarkt nebenan eingekauft. Weil ich keine große Lust auf aufwändiges Kochen hatte, habe ich wiederum Tiefkühl-Hähnchengyros (aus Fleisch) gekauft. Alleine brauchte ich aber auch davon wieder nur die Hälfte.

Also: Die andere Hälfte wieder zurück ins Eisfach.

Gestern Mittag war ich im Homeoffice und wollte mir irgendwas Schnelles zu Mittag machen. "Guckste mal, was noch so da ist," überlegte ich und sah ins Eisfach.

Ich hatte ich nun beide Beutel vor mir und ließ den Zufall entscheiden, welches der beiden Produkte ich in die Pfanne werfen würde.

Mit dem Ergebnis: Es war lecker, aber ich weiß nicht, ob ich das vegane oder das Fleischprodukt gegessen habe.

Also kann ich jetzt genausogut nur noch die vegane Variante kaufen.


Nachdem ich "Kummer aller Art" durchgelesen hatte, habe ich auf YouTube nochmal nachgesehen, ob es dort vielleicht Interviews mit Mariana Leky gibt, weil ich mal wissen wollte, wie so jemand als Person ist, wenn man so schön schreiben kann.

Gefunden habe ich einen Ausschnitt vom Kölner Treff mit Bettina Böttinger, den ich sehr empfehlen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=Rg_KKSzyfGw

Ich glaube, was uns eint, ist ein Interesse für Leute, die, wie wir eigentlich alle, - Ringelnatz hat das mal gesagt - "so etwas schief ins Leben gebaut sind."

Und wenn man mal genauer hinguckt, ist das ja nun jeder.

Jeder hat einen - ich sage das jetzt mal so flapsig - Sockenschuss. Oder wenigstens Sockenstreifschuss.

Mariana Leky beim Kölner Treff vom 14.01.23 (ca. ab Minute 13:00)

Wunderbar.

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Gelesen: "Kummer aller Art" - Mariana Leky

Gestern Abend habe ich "Kummer aller Art" von Mariana Leky zu Ende gelesen, und das kriegt wieder mal einen Platz in meinem Favoritenregal, wo alle Bücher landen, die ich mit 5 von 5 Sternen bewertet habe.

Die Geschichten, die alle aus der Ich-Perspektive erzählt sind, strahlen eine solche Herzenswärme und Empathie aus, dass ich nach der letzten Seite erstmal "Hach, wie schön!" in den - bis auf den neben mir schlafenden Kater - leeren Raum sagen musste.

Die Erzählungen von Mariana Leky sind witzig, traurig, selbstironisch, romantisch, manchmal verschroben, und selbst, wenn sie sich über jemanden ärgert, niemals gehässig - aber auch nicht kitschig.

Sie sind alle etwa dreieinhalb Seiten lang, und daher ist das leider nur 170 Seiten dünne Buch in kurzer Zeit ausgelesen.

Aber es lohnt sich. Allein die Geschichte, in der ein Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst ihr die Angst vorm Steckenbleiben im Aufzug nimmt, ist so schön und anrührend, dass man das Buch direkt nochmal kaufen und jemandem schenken möchte, den man mag.

Weil ich es aber "nur" aus der Stadtbücherei geliehen hatte, habe ich es heute früh sofort wieder zurückgebracht (bei uns gibt es einen Rückgabeautomaten), damit es so schnell wie möglich gleich wieder jemand ausleihen, lesen und sich darüber freuen kann.

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Aus dem Maschinenraum

Ich habe hier eine neue Kategorie "Tagebuch" eingeführt, in der jetzt die tagebuchähnlichen Einträge landen. Warum ich das gemacht habe? Vielleicht muss ich dazu ein Bisschen ausholen.

Dass ich überhaupt wieder meinen Alltag in diesem Blog dokumentiere, rührt daher, dass ich prinzipiell sowas wie ein Tagebuch ausprobieren wollte, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dafür habe ich auf meiner Cloudron-Instanz eine Software namens "Bookstack" installiert, die mir dafür geeignet schien.

Recht bald hatte ich aber auch Ereignisse aufgeschrieben, von denen ich mir dachte, dass die genauso gut im Blog landen könnten.

Nun wollte ich natürlich nicht manuell irgendwelche Texte von A nach B kopieren, also habe ich mir mittels N8N einen Workflow gebastelt, der neue Blogtexte in mein Bookstack kopiert, damit ich dort alles beisammen habe, die privaten und die öffentlichen Einträge.

Zwischendurch hatte ich aber dann wiederum das Bedürfnis, vielleicht den einen oder anderen Artikel schreiben zu wollen, der gar nichts mit Tagebuch oder einem ähnlichen Journal zu tun hat, der vielleicht sogar zu Interaktion aufruft. Das hätte ich nicht im Bookstack-Tagebuch haben wollen.

Also mache ich das jetzt so, dass die Default-Kategorie "Tagebuch" lautet, und die wird auch von meinem N8N-Workflow ins Bookstack kopiert. Alle anderen Artikel landen außerhalb dieser Kategorie und werden daher von N8N ignoriert.

Da ich hier die Kategorien aber ohnehin nicht einblende, ändert sich für Euch prinzipiell nichts.

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Montag, 27. Februar 2023

Als Metalhead bin ich seit einiger Zeit Abonnent der Musikzeitschrift "Rock Hard". Der Empfehlung eines Freundes folgend, habe ich außerdem wieder den ewigen Konkurrenten "Metal Hammer" ein paar Mal probegelesen.

Im Vergleich nehmen sich die beiden Zeitschriften eigentlich nicht viel, die Stories sind mal hier mal dort interessanter, die (subjektive) Qualität der Albumempfehlungen variiert auch von einer zur anderen Ausgabe.

Der Metal Hammer ist optisch etwas lesbarer (meine Augen werden auch nicht jünger), beim Rock Hard nervt mich, dass sie die Fotos nie beschriften. Da sind immer nur ein paar langhaarige Zausel drauf, ich will aber zum Beispiel wissen, wer von denen das Bandmitglied ist, mit dem sie das Interview geführt haben. Aus den Fotos geht das nie hervor.

Auf der anderen Seite finde ich die Wertungspunkte beim Metal Hammer nicht besonders intuitiv. Es gibt 7 Maximalpunkte (beim Rock Hard sind's 10), und irgendwie kann ich beispielsweise 5,5 von 7 Punkten nicht so gut einordnen wie 8 von 10 Punkten.

Und, gewichtiges Kriterium: Metal Hammer ist vom Axel Springer Verlag, was mich dann doch immer wieder abschreckt.

Weil ich nicht zwei Abos haben wollte, habe ich dann aber trotzdem erstmal das Rock-Hard-Abo gekündigt. Nur um zu erfahren, dass die jetzt ihre Webseite komplett überarbeitet haben und man nun mit dem Abo-Zugang ein riesiges Archiv an Reviews und Stories zur Verfügung hat. Das ist schon geil.

Also habe ich die Kündigung wieder storniert, wahrscheinlich zu Lasten des Metal Hammers, mal schauen. Den gibt's zur Not auch in der Online-Bibliothek meiner Stadtbücherei.


Apropos Stadtbücherei, ich lese gerade „Kummer aller Art“ von Mariana Leky, welches ich mir dort ausgeliehen habe, und ich kann jetzt schon sagen, dass es mir ausgesprochen gut gefällt.

Normalerweise warte ich mit so einem Urteil immer bis zum Ende des Buches, aber da es sich hier nicht um einen Roman, sondern um eine Kolumnensammlung handelt, gehe ich nicht von einem Plot Twist aus, der das ganze noch ruinieren könnte.

Überhaupt, ich fand „Was man von hier aus sehen kann“ von ihr schon so großartig, da hätte mich ein kompletter Reinfall schon sehr gewundert.

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Sonntag, 26. Februar 2023

Die Quelle des Fluches ist übrigens doch nicht unklar, wie ich erfahren habe. Ich wurde nämlich darauf hingewiesen, dass das ein Running Gag von Johnny Carson war, der in seiner Sendung einen wiederkehrenden Charakter verkörperte, "Carnac the Magnificent".

In dieser Rolle gab er vor, Fragen in einem verschlossenen Umschlag nur mit seiner Geisteskraft lesen zu können, gab dann zunächst eine lustige und mehrdeutige Antwort, öffnete dann den Umschlag und las die Frage vor.

Beim letzten Umschlag stieß er dann wohl immer einen Fluch in dieser Art aus.


Ich bin ja ehrenamtlicher Fahrradbeauftragter, und in dieser Funktion bin ich auch Vorsitzender eines Gremiums, das sich "Begleitkommission für eine fahrradfreundliche Stadt Hameln" (oder kurz: "Fahrradbegleitkommission") nennt.

Das Gremium tagt nichtöffentlich, aber ich glaube, dass ich das hier erzählen darf:

Vor kurzem ist ein Mitglied dieser Kommission, eine sehr geschätzte und engagierte SPD-Politikerin, zu aller Entsetzen verstorben, und so war es vergangene Woche an mir, in der Sitzung eine Gedenkminute einzuleiten.

Als ich das Amt angetreten bin, habe ich ganz sicher nicht damit gerechnet, dass das mal meine Aufgabe sein würde, und allein die Ansage fiel mir schwer.

Fast hätte meine Stimme versagt, und ich habe seither großen Respekt vor allen, die sowas aus Beruf oder Berufung häufiger machen. Wahrscheinlich ist man irgendwann geübt darin, aber ehrlich gesagt, ist das eine Fähigkeit, auf die ich gut und gerne verzichten kann.


Am Wochenende war ich alleine zu Hause und habe mitbekommen, dass im Fernsehen "Glass" läuft, der letzte Teil einer Trilogie von M. Night Shyamalan. Die ersten beiden Filme, "Unbreakable" und "Split" hatte ich vor längerer Zeit mal gesehen, hatte sie aber nicht mehr genau in Erinnerung, also habe ich einfach alle drei per Streaming-Dienst hintereinander geguckt.

"Unbreakable" fand ich so mittel, "Split" deutlich besser, was aber im Wesentlichen auf der großartigen Leistung von James McAvoy beruht. Jemandem dabei zuzusehen, wie er ohne Szenenwechsel zwei oder drei Charaktere verkörpert, ist schon ziemlich beeindruckend.

"Glass" fand ich dagegen eher schwach, weil McAvoy diese in weiten Teilen völlig unlogische und unglaubwürdige Geschichte auch nicht mehr retten konnte.

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Mittwoch, 22. Februar 2023

Die neue Schriftart habe ich übrigens in einem Blog gesehen, auf das ich über einen Mastodon-Post gestoßen wurde, genauer gesagt auf diesen (meiner Ansicht nach sehr lesenswerten) Artikel:

PLEASE Blog

Darin wirbt der Autor dafür, wieder mehr zu bloggen und die Inhalte nicht nur auf Social Media Plattformen zu teilen, ein Anliegen, das ich durchaus unterstütze.

So gesehen kann man den Musks und Zuckerbergs eigentlich sehr dankbar sein, dass sie einem ihre Werbeplattformen (denn genau das sind sie) so konsequent und nachhaltig verleiden.

Im Artikel steht außerdem ein Fluch, den ich noch nicht kannte, und den ich direkt in meine AutoText-Software übernommen habe:

May the fleas of a thousand camels infest their armpits.

Quelle: unklar


Ich war heute seit Monaten mal wieder im Fitness-Studio. Ich bin länger nicht hingegangen, weil ich verschiedene Malessen hatte (u.a Erkältung), zwischendurch hatte ich keine Lust, und dann habe ich mir ein weiteres Tattoo stechen lassen, und mit frischem Tattoo soll man ja nicht. Habe ich gelesen.

Die Mitgliedschaft ist glücklicherweise nicht so teuer, weil ich über den Arbeitgeber in so 'nem Vergünstigungs-Dingsi bin, mit dem ich bundesweit in alle möglichen Fitnessläden und Schwimmbäder gehen kann, und dadurch kostet mich die Mitgliedschaft etwa die Hälfte von dem, was mir das Studio regulär abknöpfen würde.

Wie auch immer, jetzt tut mir jedenfalls alles weh, morgen, spätestens übermorgen werde ich Muskelkater haben. Aber wenn's hilft.


Ich Vollhonk habe verpeilt, rechtzeitig die Bahncard 50 abzubestellen, und jetzt kriege ich wieder eine neue, obwohl ich die letzte eigentlich schon gar nicht richtig ausgenutzt habe. 244 Euro weg.

Sehr geehrter Herr Reineke,
vielen Dank, dass Sie sich für die BahnCard entschieden haben.

Textauszug aus der Rechnung

'Nen Scheiß habe ich!

Naja, irgendeiner muss ja was für die Finanzierung der Bahn machen, wenn's schon der Bundesbenzinkanisterverkehrsminister nicht macht. Vielleicht ergibt sich doch noch die eine oder andere Fernverbindung.

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Dienstag, 21. Februar 2023

Ich habe hier mal eine andere Standardschriftart eingebaut, die "Roboto Slab" von Google Fonts (natürlich selbstgehostet).

Ich finde die ganz schick, weil sie auch zu einem minimalistischen Blog wie diesem hier passt und sehr gut lesbar ist. Tatsächlich verwende ich auf dem eBook-Reader eine recht ähnliche Schrift.

Wobei - die meisten werden das hier ohnehin im RSS-Reader der Wahl lesen, oder?

Schreibt es mir in die Kommentare, vergesst das Abo nicht, vergebt 5 Sterne und klickt auch auf die Glocke.


Vor etwa einem Jahr habe ich ja meine Lese- und Musikecke wieder eingerichtet, die hat nun doch nochmal eine Veränderung erfahren.

Der CD-Player war schon ziemlich runtergerockt. Der stand früher in meiner Ein-Zimmer-Wohnung, in der ich damals Kette geraucht habe, da wäre wohl eine Grundreinigung des Lesekopfes nötig gewesen.

Das wäre noch nicht das Riesenproblem, aber dem Receiver ging's auch nicht viel besser. Per Fernbedienung konnte man zwar die Lautstärke regeln, aber damit hatte man lediglich Einfluss auf einen Elektromotor, der dann den Lautstärkeknopf physisch gedreht hat. Der Mechanismus dafür war nun aber so fertig, dass es jedes Mal Ewigkeiten gedauert hat, die Lautstärke anzupassen. Ziemlich lästig, wenn man abends noch die XBox einschaltet, und einem erstmal alles um die Ohren fliegt, ohne dass man schnell leiser drehen kann.

Bluetooth war damals noch gar nicht erfunden, daher konnte ich auch nicht auf meiner Stereoanlage per Smartphone Spotify hören.

Also habe ich mich nun doch endlich mal (etwas schweren Herzens) von meinem Yamaha Receiver und CD-Player getrennt und beides durch eine Panasonic-Kompaktanlage ersetzt.

Das Ding hat alle Eingänge, die ich brauche, und nun kann ich bequem zwischen Bluetooth, Plattenspieler, CD, Radio, Fernseher und Xbox umschalten. Die alten Boxen habe ich stehen lassen, der Sound ist einwandfrei, zumal das Zimmer, das mir zugleich als Homeoffice dient, ohnehin eher klein ist. Und die Lautstärkeregelung geht jetzt auch wieder mit angemessener Geschwindigkeit.

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Montag, 13. Februar 2023

Kürzlich war ich in Hannover auf einem Konzert von FJØRT, das im Musikzentrum stattfand, wo es leider keine Garderobe gibt.

Da ich zu solchen Veranstaltungen in der Regel mit der Bahn anreise und ich dann meine dicke Winterjacke nicht im Auto lassen kann, finde ich eine fehlende Garderobe ja zu dieser Jahreszeit eher nervig. Entweder fängt man innerhalb kürzester Zeit an zu schwitzen, oder man hängt / legt seine Jacke irgendwohin, in der Hoffnung, dass sie auch nach dem Konzert noch da ist.

Nun habe ich allerdings irgendwann mal die Marke Wellensteyn für mich entdeckt. Die Jacken finde ich zwar schick und praktisch, sie sind aber leider auch ziemlich teuer (und das nicht nur, weil es wohl mal Preisabsprachen gab, die dann auch vom Bundeskartellamt geahndet wurden).

Also habe ich mir für Konzerte und dergleichen eine Jacke bestellt, um die es nicht so schade ist, wenn sie kaputtgehen oder sogar abhanden kommen sollte.

Und was wäre da naheliegender als eine Schimanski-Jacke. Die gibt's bei EMP für wenig Geld, sieht einigermaßen aus und hält warm genug. Taschen hat sie auch genügend für den ganzen Krimskrams, den man immer so dabei hat.

Ich habe sie mir in olivgrün bestellt, das Original aus den Duisburger Tatort-Folgen ist irgendwas zwischen beige und grau, aber da hätte ich Sorge gehabt, dass mir beim Tragen ein Schnauzbart wächst.

Samstag ist die Jacke angekommen und passt einwandfrei.

Und weil ich gestern sowas von gar nichts zu tun hatte, habe ich mir einen Probeaccount "ARDplus" geklickt und angefangen, die alten Schimanski-Tatorte zu gucken.

Ich hasse Tatort (zumindest die heutigen Folgen), aber Schimanski war cool.

Um nochmal auf FJØRT zurück zu kommen: Das Konzert war sehr gut.

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Freitag, 10. Februar 2023

Ich bekomme eine SMS-Nachricht und denke "Huch! Wer schickt mir denn heutzutage noch eine SMS?" Es ist - wie jeden Monat - die Mobilfunkabrechnung der Telekom, welche mittlerweile fast die einzigen sind, die mir sowas noch schicken.

Ansonsten fällt mir nur noch meine Zahnarztpraxis ein, die einen Tag vor dem jeweiligen Termin eine Erinnerungsnachricht schickt. Und noch die eine oder andere 2-Faktor-Authentifizierung, aber das war's dann auch.

Wenn man bedenkt, dass es mal Mobilfunkverträge gab, deren Hauptmerkmal eine unbegrenzte Anzahl von SMS-Nachrichten war…

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Donnerstag, 9. Februar 2023

Nachdem ich bisher für Autotexte unter Windows die Applikation "TextExpander" benutzt hatte, habe ich mir mal "Beeftext" angesehen.

TextExpander war schon ganz ok und durchaus flexibel - man konnte damit auch Texte (z.B. Datumsangaben) per JavaScript erzeugen. Allerdings kostete es im Monat knapp 4 Euro, und so richtig glücklich war ich nicht damit, dass die Synchronisierung ausschließlich über deren Server stattfand.

Nun also Beeftext. Das ist OpenSource, hat zwar keine eingebaute Sync-Funktion, ist dafür aber kostenlos. Und sooo oft habe ich die Textschnipsel nun auch nicht geändert, dass ich auf diese Funktion angewiesen wäre.

Dafür kann aber Beeftext etwas anderes, und das ist ein absolutes Killer-Feature: Es kann Powershell-Scripte aufrufen und deren Ausgabe wiederum als Text an der Stelle einfügen, an der sich der Cursor gerade befindet.

Was mir großartige Automatisierungsmöglichkeiten eröffnet, die ich noch gar nicht alle überblicken kann.

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Mittwoch, 8. Februar 2023

Obwohl ich morgens noch einigermaßen energiegeladen gewesen bin, ist nachmittags die Luft raus. Die Mittagsportion war nicht riesig - ich hatte eine Chicken Box von Fresh Fruits, das ist im Prinzip eine Asia Box (also so ein kleiner Pappeimer) gefüllt mit gestampfter Kartoffel, Reibekäse, Hähnchenbrust, Salat und mutmaßlich so eine Art Salatdressing.

Alles zusammen aber eben doch geschätzte 700 kcal, und das ist mir mittags mittlerweile - zum Glück muss man sagen - zuviel.


Ich habe neulich mal Cloudron ausprobiert. Das ist eine Hostingumgebung, mit der man auf einem (virtuellen) Server verschiedene Shared Services hosten kann, ohne dass diese sich gegenseitig ins Gehege kommen.

Realisiert wird das alles durch eine Docker-Umgebung, allerdings ohne dieses ganze manuelle Gedöns mit Reverse Proxy einrichten, Zertifikate erneuern und so weiter, das übernimmt alles die Cloudron-Software.

Einmal eingerichtet kann ich mich da jetzt aus einem reichhaltigen Angebot an Open Source Software bedienen, gebe noch den Namen der gewünschten Subdomain an, fertig, läuft. Mit Backup und allem.

Und ich bin restlos begeistert davon. Eine eigene Doodle-Implementierung? Zack, fertig. Mal eine andere Wiki-Software ausprobieren? Kein Problem. Doch nicht so cool? Ok, wieder runter damit.

Im Prinzip sowas wie der Apple AppStore, nur für Serveranwendungen.

Die ersten zwei Apps (zum Anfixen) sind kostenlos, darüber hinaus kostet das Ganze ca. 15 Euro im Monat bei jährlicher Zahlungsweise. Aber das ist es mir wert, schon allein, weil ich damit nicht nur unglaublich viel Aufwand sondern auch die Kosten für mehrere virtuelle Server einspare.

Falls sich jemand mit dem Gedanken tragen sollte, sich dort ebenfalls eine bezahlte Version zu besorgen: Ich könnte einen Referral Code anbieten, mit dem wir beide 30 Dollar sparen.

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Dienstag, 7. Februar 2023

Die Lokalzeitung betreibt mal wieder Bratwurstjournalismus.

In einem Artikel "staunten die Beamten nicht schlecht", der andere ist bebildert mit "Mann, der auf Tatort zeigt". Beide stammen von ein und demselben Blaulicht-Autor, der einer der Hauptgründe ist, warum ich mein Abo gekündigt habe.

Je häufiger sowas vorkommt, desto mehr fühle ich mich in meiner Entscheidung bestätigt.


Gestern habe ich "Zur See" von Dörte Hansen ausgelesen. Das war wieder mal ein sehr schönes Buch, so wie alle von ihr. Dieses spielt natürlich auch wieder in Norddeutschland, diesmal allerdings auf einer Nordseeinsel.

Was ich an ihrem Schreibstil toll finde, ist, dass sie es immer wieder hinbekommt, Vergangenes zu würdigen, ohne in ein "Früher war alles besser" abzurutschen.

Eine meiner Lieblingsstellen ist, als der Protagonistin auffällt, dass sich die Nordseefischer, die "wegen Brüssel" nun nicht mehr zum Fischen hinausfahren, sondern nur noch Fischertouren mit Touristen anbieten, als Fischer verkleiden, nämlich so, wie sich Touristen echte Fischer eben vorstellen: In längs gestreiften, blauen Hemden statt schmutzigen grünen Overalls.

Im Roman wird wenig gesprochen, erst zum Ende hin, das fand ich etwas schade. Passte aber zur Geschichte.


Heute war mein Termin zum Nachstechen meines Tattoos, das ich mir vor etwa 4 Wochen habe machen lassen. Die Konturen wurden nochmal nachgezogen, und jetzt sieht's nochmal besser aus als nach der ersten Runde.

Tätowierungen spielen bei "Zur See" auch eine größere Rolle.

Jetzt erstmal abheilen lassen, und dann zeige ich's hier vielleicht auch nochmal.

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Montag, 6. Februar 2023

Ich wiege etwa 6 kg weniger als Neujahr, meine Diät scheint also anzuschlagen. Es ist auch nicht so, dass ich auf irgendwas großartig verzichten würde, ich lasse halt nur die Exzesse aus. Abends Pizza, obwohl es mittags schon Burger gab oder sowas. Oder hinterher noch eine Tüte Chips.

Für mich ist dabei entscheidend, planen zu können, also bereits zu wissen, was wir abends essen werden. Dann kann ich mich darauf einstellen und passe meine Frühstücks- und Mittagsrationen an. Wobei selbst das mittlerweile relativ automatisch stattfindet, meine Brote für die Arbeit haben ca. 400 kcal, und wenn ich mittags zu Subway gehe, sind das da auch nicht mehr. Da kann ich abends eigentlich fast essen, was ich will, und wenn ich dann auch noch statt mit dem Rad zu Fuß zur Arbeit gehe, habe ich nochmal 150 - 200 kcal extra gespart.


Morgens war es sehr glatt, und ich habe mich gefreut, auf dem Weg zur Arbeit das Streufahrzeug zu sehen, das für Rad- und Fußwege zuständig ist. Ich finde, es sollte einen Namen haben, die Schotten haben ihre Streu- und Räumfahrzeuge ebenfalls benannt, sie heißen dort "Gritney Spears" oder "Spready Mercury".

Dieses Streufahrzeug hat vermutlich schon mehr für den örtlichen Radverkehr geleistet als der gesamte FDP-Ortsverband.


Heute scheint ein Tag zu sein, an dem die Schräggeher Ausgang haben.

Das sind Leute, die vermeintlich vorwärts gehen und auch nicht schwanken oder gar torkeln, dabei aber immer eine leichte Diagonalbewegung auf dem Bürgersteig beschreiben. Wenn man die überholen will, muss man sich dem ständig anpassen, und wenn man nicht schnell genug ist, wird man am nächsten Gartenzaun ausgebremst oder läuft plötzlich auf der Straße.

Man möchte sie dafür anschreien, aber vermutlich sind sie völlig schuldlos.

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